Absichern des Gefahrenbereichs
Digitalisierung der Forstförderung am 1.7.2025
Infos zur digitalisierten Förderung ab Juli 2025 können die Waldbesitzer auch über das Waldbesitzerportal aufrufen:
https://www.waldbesitzer-portal.bayern.de/unser_angebot/waldbauliche-foerderung/index.html
Bericht Jahreshauptversammlung
Forstbetriebsgemeinschaft Roth und Umgebung blickte aufs „Waldjahr“ 2024 zurück
Abschied von Geschäftsführer Dieter Winkler nach 33 Jahren
Roth - Beim Rückblick auf 2024, dem Haushalt für 2025 und Informationen zum Holzpreis bei der aktuellen Mitgliederversammlung der FBG Roth und Umgebung im Saal des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten war es heuer für Dieter Winkler ein besonderer Moment: Es waren seine letzten Berichte - er beendet als Geschäftsführer der FBG Roth und Umgebung seit 33 Jahren sein Ehrenamt. Als Nachfolger übernimmt Johannes Pemsel als FBG-Fachberater und Förster ab Mai diese Aufgabe.
Der Begrüßung der Mitglieder und Ehrengäste der Fachbehörden sowie aus dem Landkreis durch Vorsitzenden Hans Kübler folgten Grußworte: Landrats-Stellvertreterin Edeltraud Stadler sah im heimischen Wald einen „großen Schatz, den wir haben und wofür wir dankbar sein dürfen.“ Der Wald hat viele Funktionen vom Klimabereich über den Erholungs- und Freizeitaspekt bis hin zur Bedeutung als Holzlieferant für viele Alltagsbereiche. Auch deshalb dankte sie allen Mitgliedern der FBG als Waldbesitzern und aktiven „Waldpflegern“: „Unser Wald ist bei Ihnen in guten Händen“ würdigte sie die Arbeit der FBG und ihrer Mitglieder.
Manfred Dorner ging als Landkreis-Obmann des Bayerischen Bauernverbands genauer aufs „Waldgesetz“ der EU ein, das wegen vieler fehlender Details auf 2025 als Entscheidungsjahr verschoben wurde und sicher weiteren Diskussionsstoff liefern werde vor einer Abstimmung. Dieses Thema griff auch Ingrid Bär als AELF-Leiterin im Landkreis Roth auf und nannte die letzten Jahre eine „spannende Zeit mit vielen Themen mit Auswirkungen auch auf die regionale Landwirtschaft“. Schon die Vielfalt politischer Zuständigkeiten im Waldgesetz zeige die Diskrepanz zwischen Idee und Umsetzung.
Der Holzverarbeitungssektor ist in „großer Bewegung“
Für die Forstliche Vereinigung Mittelfranken (FVM) als Dachverband der FBG stellte Armin Heidingsfelder aktuelle Umbrüche im Holzverarbeitungssektor näher vor: Über Jahre habe es eine gute Entwicklung gegeben bei der Preisfestlegung für Holz der FBG-Gruppen in Mittelfranken. Das Schicksal der Firma Ziegler als früher sicherer Großabnehmer zeige, wie stark aktuell dieser Wirtschaftszweig bis in die Region in Bewegung ist. Mit der Firma Rettenmeier als neuem Großabnehmer habe sich die Preisentwicklung wieder entspannt, daran habe auch Dieter Winkler als zuständiger Geschäftsführer der FBG Roth und Umgebung großen Anteil.
Gut zur kürzlichen Informationsveranstaltung zur Prävention von Unfällen in der Waldarbeit passend ergänzte Dr. Andreas Wilhelm als Facharzt für Notfallmedizin und langjähriger Notarzt am Klinikum Schwabach dieses Leitthema der FBG mit seinem Fachvortrag: Unter dem Thema „Unfälle im Wald - richtig retten“ informierte er über Präventivmaßnahmen und Hilfsmöglichkeiten bei Unfällen in der Waldarbeit. Allein 2023 habe es in Deutschland 4941 Unfälle in der Forstarbeit gegeben und leider auch 36 Todesfälle. Manches davon wäre bei richtiger Vorbereitung auf den Arbeitseinsatz im Wald und Beachtung möglicher Gefahrenquellen vermeidbar gewesen.
Apps helfen im „Fall der Fälle“ bei der Hilfeleistung
Die gute Vorbereitung auf den Arbeitseinsatz beginne mit der Klärung aktueller Faktoren wie dem Wetter oder Waldgegebenheiten und Grundregeln wie der, solche Arbeiten nie alleine zu machen. Es gebe zudem technische Hilfen wie Apps - wie etwa neben GPS und „W3W“ auch „Hilfe im Wald“ - um im Notfall schnell Hilfe zu holen. Eine Schlüsselfunktion haben hier deutschlandweit festgelegte „Rettungstreffpunkte“. Bei ihnen gibt es üblicherweise den ersten Kontakt im Notfall zwischen den Rettungsdiensten und den Meldern oder Helfern. Gut ist es hier ortserfahrene Helfer zu postieren, um zielgerichtet zum Umfallort zu kommen.
Ein weiterer Aspekt des Vortrags galt Hilfsmaßnahmen zur „Ersten Hilfe“ direkt am Unfallort und was an medizinischem Hilfsmaterial am Arbeitsplatz vorhanden sein sollte. Nach dem Dank von Hans Kübler an den Referenten für seine Informationen oblag ihm auch der Rückblick auf 2024: Wie im Vorjahr gab es mehrere Veranstaltungen als Fachinformationen für die Mitglieder und die FBG-Leitung hatte mehrere Termine mit regionalen Fachbehörden zu aktuellen Themen. Für den Holzmarkt wurden 2024 knapp 16.700 Festmeter (fm) Holz der Mitglieder als Kurzholz, Palettenholz, Spanholz oder „Energieholz“ vermittelt.
Letzter Bericht von Geschäftsführer Dieter Winkler
Gut laufe weiterhin auch der Waldumbau mit Bestandsverjüngung, für die Mitglieder wurden hierzu insgesamt 46.500 Laubholzpflanzen bestellt und geliefert. 2024 hatte die FBG insgesamt 824 Mitglieder bei 789 Direktmitgliedern und 35 Fördermitgliedern, die Waldfläche aller FBG-Mitglieder summiere sich auf 8264 Hektar. Die folgenden Berichte mit der Vorstellung des Haushaltsplans für 2025 und einem Resümee zur Entwicklung des Holzpreis für das Holz der FBG-Mitglieder waren zugleich die letzten von Dieter Winkler als FBG-Geschäftsführer in seiner 33jährigen Tätigkeit für die FBG Roth.
Nach der Vorstellung des Haushaltsplans für 2025 bestätigte Dieter Winkler im Rückblick, was er letztes Jahr als Entwicklung am Holzmarkt vermutete: Die für 2024 erwartete rückläufige Zahl an Festmetern Holz aufgrund bestehender Holzreserven sei so gekommen. Der erneut warme Winter hatte diesmal zur Folge, daß Alt-Reserven in großer Menge abgebaut werden konnten und der geringere Nachschub die Preise stabil gehalten habe. Die FBG Roth habe zu ihrem Glück einen eigenen Lagerplatz für diese Reserven, den auch einzelne Mitglieder auf Nachfrage mitnutzen können für ihre Stämme.
Altersbedingt kündigte Dieter Winkler an, das Geschäftsführeramt ab Mai 2025 in jüngere Hände geben zu wollen. Als Nachfolger wählten die FBG-Mitglieder Johannes Pemsel, als Förster auch Fachberater für die FBG Roth. Die Geschäftsstelle werde bei der Familie Winkler in Meckenlohe bleiben. Johannes Pemsel informierte nach dem Dank an Dieter Winkler für dessen langjähriges Wirken über aktuelle Entwicklungen in den von ihm betreuten Waldgebieten. Und er berichtete über jüngste Untersuchungsergebnisse zum Zustand der Fichtenbestände in der Region, die auch weiterhin den Umbau zum Mischwald befürworten. (jör)

Foto (jör): An der jetzigen Mitgliederversammlung der FBG Roth beendete Geschäftsführer Dieter Winkler (2.v. rechts) nach 33 Jahren seine Tätigkeit, mit auf dem Foto auch seine Ehefrau Christa (Mitte), die der FBG weiterhin als Schatzmeisterin erhalten bleibt. Johannes Pemsel (rechts) wird ab Juni 2025 die Aufgaben als Geschäftsführer übernehmen. Großen Dank für diesen langen Einsatz für die FBG Roth gab es auch vom 1.Vorstand Hans Kübler (2.v. links) sowie von Landrats-Stellvertreterin Edeltraud Stadler (links).
Digitalisierung der Forstförderung am 1.7.2025
Digitalisierung der Forstförderung ab Sommer 2025
Ab Sommer 2025 muss die forstliche Förderung der waldbaulichen Maßnahmen nach WALDFÖPR 2025 digital beantragt werden.
Was ist für unsere Waldbesitzenden dabei von Bedeutung?
Anträge ab dem 1. Juli 2025 zu waldbaulichen Maßnahmen wie z. B. Wiederaufforstungen, Waldpflege oder Naturverjüngung werden dann über das neue Waldförderportal in iBALIS gestellt. Um sich dort anmelden zu können, sind zwingend zwei Zugangsvoraussetzungen zu erfüllen! Alle Antragstellenden benötigen neben der entsprechenden EDV-Ausstattung eine Betriebsnummer und eine PIN als Passwort. Daher sind alle Waldbesitzenden, die einen Antrag ab Juli 2025 stellen möchten, gut beraten folgende Fragen für sich zu klären:

Quelle: LMS vom 03.12.2024 F2-7754-1/74
Sofern Sie bei der Prüfung feststellen, dass Sie keine Betriebsnummer haben, finden Sie unter dem link
https://hilfe.ibalis.bayern.de/la/einstieg/index.php
ein PDF-Antragsformular zur erstmaligen Zuteilung einer Betriebsnummer durch das zuständige Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten.
Sofern Sie eine Betriebsnummer haben, sollten Sie unbedingt prüfen, ob die hinterlegten Daten (Adresse, Bankverbindung, Steuernummer etc.) noch aktuell sind. Eine notwendige Änderung der angegebenen Daten können Sie als Betriebsnummerninhaber/in über einen ebenfalls unter dem oben angegebenen link verfügbaren PDF-Antrag am AELF erwirken.
Sofern Sie noch keine PIN (=Passwort) haben, ist deren Zuteilung Schritt zwei. Eine erstmalige Zuteilung durch das Landeskuratorium der Erzeugerringe für tierische Veredelung in Bayern e. V. ist kostenlos und kann durch den Betriebsnummerninhaber/in über den oben genannten link erreicht werden.
So vorbereitet, steht einem Förderantrag waldbaulicher Maßnahmen nichts im Weg.
Der Ablauf sieht dabei vor, dass Sie nach einer Beratung durch Ihren Förster einen Antrag auf dem Waldförderportal (Zugang nur mit Betriebsnummer und PIN) stellen. Ihr Förster erfährt davon automatisch und erstellt für Sie einen vorbesprochenen Fachplan (z. B. einen Pflanzplan). Dieser steht Ihnen anschließend auf dem Waldförderportal zur Verfügung. Wenn Sie diesen als „akzeptiert“ kennzeichnen, ist der Antrag gestellt und wird vom AELF bewilligt. Im Waldförderportal können Sie anschließend Ihre Bewilligung abrufen und mit der Umsetzung der Maßnahme beginnen. Natürlich werden Sie über die Erledigung der einzelnen Schritte per E-Mail benachrichtigt.
Nach Fertigstellung der Maßnahme übermitteln Sie die erforderlichen Nachweisunterlagen elektronisch im Waldförderportal und lösen dadurch am Amt die Abnahme durch den Qualitätsbeauftragten aus. Die Sachbearbeitung wird im Anschluss den freigegebenen Zahlbetrag an das hinterlegte Konto zur Auszahlung anweisen.
Sie sehen, wie wichtig die Aktualität Ihrer mit Ihrer Betriebsnummer verknüpften Angaben sind! Insgesamt kann die forstliche Förderung auf diesem Weg Ihren Antrag schneller bewilligen und Ihnen den festgesetzten Förderbetrag ausbezahlen.
Erklärfilm:
mein-erklaerfilm.de/download/erklaerfilm_forstfoederung_v4.mp4
Pressebericht Unfallfreie Arbeit mit dem Rückewagen
Forstbetriebsgemeinschaft Roth und Umgebung informierte zur sicheren Waldarbeit
Unfallfreie Arbeit im Wald beim Baumfällen und Holzrücken
Sperberslohe - Das aktuelle Fortbildungsangebot der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Roth und Umgebung hatte die Unfallverhütung und sichere Arbeit beim Baumfällen sowie bei Holzrücke-Arbeiten als Thema: Die FBG hatte dazu von der SVLSG (Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau) als Fachmann Jürgen Bauernfeind zu Gast, der den anwesenden gut 50 FBG-Mitgliedern Gerätschaften und Techniken für Baumfällarbeiten vorführte. Auch Sicherheitsaspekte wie der richtige Abstand zum Baum waren ein Thema. Die sichere Arbeitsweise für den Transport mit dem Rückewagen als Folgearbeit nach dem Fällen war ein weiterer Schwerpunkt der Präventionsveranstaltung.
Als Teil der fachlichen Fortbildungsangebote für die Mitglieder der Forstbetriebsgemeinschaft Roth und Umgebung gehören auch Veranstaltungen dazu, die zur Unfallvermeidung und Prävention bei Arbeiten im Wald beitragen. Für diesen Schwerpunkt bekommt die FBG fachliche Unterstützung von der Sozialversicherung für Landwirtschaft, Forsten und Gartenbau (SVLFG). Diesmal hatte der Waldbesitzerverband Jürgen Bauernfeind als Experten zu Gast, der gut 50 Mitgliedern im Wald bei Sperberslohe viel Technik wie auch Wissen zur Unfallvermeidung bei Forstarbeiten vermittelte und auch Rede und Antwort bei Nachfragen stand.
Ein Schwerpunkt war das unfallfreie und sichere Arbeiten beim Baumfällen: Die Prävention zum sicheren Arbeiten im Wald beginnt mit der „Baumansprache“ zur Erkennung der Schadensbilder am Baum in drei Hauptschadensstufen. Je nach Schadensstufe kann auch durch Vorarbeiten am stehenden Baum mit verschiedenen Gerätschaften die Unfallgefahr gemindert werden. Weiterhin gehören Mindestabstände und „sichere Zonen“ beim Baum dazu, die bei den Arbeiten unbedingt auch eingehalten werden sollten. Ein weiterer Aspekt waren Sicherungs- und Arbeitsmethoden beim Baumfällen wie etwa den Seilwindeneinsatz, um Gefahrensituationen zu vermeiden.
Sicheres Vorgehen beim Holzrücken
Ein Schwerpunkt der Veranstaltung war zudem die sichere und unfallfreie Arbeit beim Holzrücken als Folgearbeit. Hier gab es für die FBG-Mitglieder technische Hinweise zur richtigen Arbeitsweise am und mit dem Rückewagen, um beim Holztransport und Beladen mögliche Gefahrenquellen zu minimieren. Auch finanzielle Förderungen für die Waldbesitzer und die FBGs als regionale Zusammenschlüsse bei der Anschaffung technischer Gerätschaften waren ein Thema. Hier gibt es Jürgen Bauernfeind zufolge „Fördertöpfe“ beim Neukauf. Neuanschaffungen sind deshalb nicht nur eine „Modernisierung“ in der Technik, sie sorgen langfristig bei der richtigen Handhabung auch für die Reduzierung von Unfallmöglichkeiten bei der Waldarbeit. (jör)
Foto (jör): Bei der aktuellen Veranstaltung der Forstbetriebsgemeinschaft (FBG) Roth und Umgebung im Wald bei Sperberslohe führte Jürgen Bauernfeind von der SVLFG den FBG-Mitgliedern technische wie fachliche Möglichkeiten vor, um das Baumfällen und anschließende Holzrücken als Teil der Waldarbeit sicher und unfallfrei durchzuführen.